Offener Brief an die Regierungen Europas
Offener Brief an die Regierungen Europas
350.000 Arbeitsplätze · 9 Mrd. € Jahresumsatz · Energieunabhängigkeit — ohne einen einzigen Eurocent Subvention
- Absender
- Jacobus van Merksteijn — Carbon-Alert Ltd, Palma
- Datum
- 20. Juni 2026
- Adressiert an
- Europäische Kommission · Regierungen der Mitgliedstaaten · Parlamente
- Betreff
- Sofortiger Roll-out Bioethanol + SOFC als selbsttragende Alternative
- Methode
- Alle Beträge ohne Subvention, ETS-Gutschrift oder Einspeisevergütung
An die Regierungschefs, Minister, Parlamentarier und Entscheidungsträger Europas,
Mit diesem Brief lege ich Ihnen eine Frage vor. Eine Frage, um die Europa seit Jahren herumschleicht. Eine Frage, die im Jahr 2026 nicht länger warten kann.
Warum beginnen we niet vandaag, op grote schaal, met Carbon-Alert BiCRS in combinatie met ethanol-SOFC?
Wir haben die Arbeitslosigkeit. Wir haben die Infrastruktur. Wir haben die Technologie. Wir haben die Lernkurve. Wir haben den Rohstoff. Wir haben die Fabriken, die Solarmodule und Windkraftanlagen umbauen können.
Was fehlt, ist kein Geld. Was fehlt, ist eine politische Entscheidung, die nicht auf Subventionen basiert, sondern auf Marktzahlen, die auf dem Tisch liegen.
Was genau liegt auf dem Tisch
| Indikator | Wert | Erläuterung |
|---|---|---|
| Ethanol Realpreis 2026 | 0,55 €/L | Marktpreis ohne SDE++ oder RED-Bonus |
| Ethanol Realpreis 2036 | 0,30 €/L | Lernkurve Cellulose-Route, dokumentiert |
| Carbon-Alert SOFC LCOE 2036 | 9,97 c€/kWh | 54 % günstiger als das spanische Netz (21,5 c€) |
| Hub-Investition 100 kW | 180.000 € | Amortisationszeit ≈ 3 Jahre ohne jegliche Unterstützung |
| Beschäftigungspotenzial | 350.000 Arbeitsplätze | Pellet-Kette, Destillerien, SOFC-Fertigung, Montage |
| Umsatz bei 50 GW Roll-out | 9 Mrd. €/Jahr | Direkt, exklusive BECCS-CO₂-Vermarktung |
| CO₂-Impact | Netto-negativ | BECCS entfernt 70–80 kg CO₂/MWhₑ |
| Politisches Risiko | Null | Keine Subvention nötig → keine Subventionsabhängigkeit |
Europa hat alles, was nötig ist — heute
1. Arbeitslose warten auf sinnvolle Arbeit
Spanien zählt 2,6 Millionen Arbeitslose. Italien 2,0 Millionen. Frankreich 2,4 Millionen. Deutschland 2,8 Millionen. Die Niederlande 380.000. Ein Großteil davon verfügt über eine technische Ausbildung oder ist praktisch geschult.
Die Carbon-Alert-Kette benötigt Personal auf genau diesen Ebenen: Pellet-Produktion, Destillationsbetrieb, SOFC-Installation, Wartungsteams, BECCS-CO₂-Logistik. Feste, nicht auslagerbare Arbeitsplätze. Über alle Regionen verteilt. Keine Silicon-Valley-Elite-Arbeit — industrielle Arbeit, in der Europa gut ist.
2. Die Infrastruktur steht bereits
- Tankstellen: 120.000 in Europa, mechanisch identisch für Benzin, Diesel und Ethanol — nur das Etikett ändert sich
- Destillerien: bereits in jeder Getreide-, Rüben- und Weinregion vorhanden
- Pellet-Fabriken: 1.200+ EU-Fabriken, die direkt Cellulose-Rohstoffe liefern können
- Gas-Leitungsnetz: 70.000 km vorhanden, nutzbar für regionale Ethanol-Distribution oder Biogas-Mitnahme
- Leere Industriegebiete: ehemalige Kohle-, Raffinerie- und Automotive-Standorte — direkte Standorte für BiCRS+SOFC-Hubs
3. Die Technologie ist bewiesen
Kein Prototyp, kein Proof-of-Concept, kein „muss erst noch skaliert werden“. Nissan betreibt seit 2026 in Tochigi eine Ethanol-SOFC mit 70 Prozent Wirkungsgrad im Testbetrieb. Ceres Power liefert dieses Jahr 50 MW SOFC-Stacks an Doosan, plus die Produktionslizenz an Weichai. IPEN/Nissan/VW/Stellantis arbeiten seit 2017 an einer Ethanol-Brennstoffzellen-Plattform zusammen. Lawrence Berkeley beweist, dass ein HEA-Katalysator mit 80 Prozent weniger Edelmetall auskommen kann. Gleichzeitig stellte Bosch seine SOFC-Sparte ein und Stellantis beendete das Wasserstoffprogramm — nicht, weil die Technik versagt, sondern weil sie sich nicht schnell genug bewegten.
Warum Carbon-Alert keine Subventionen verlangt
Jeder subventionierten Technologie haftet ein politisches Verfallsdatum an. SDE++ kann heute 100 € pro Tonne CO₂ zahlen, morgen 50 €, übermorgen gar nichts mehr. Geschäftspläne, die auf Subventionen basieren, scheitern, wenn sich die Vorschriften ändern.
Carbon-Alert ist bewusst darauf ausgelegt, auch ohne jegliche Subvention profitabel zu sein — nicht, weil wir Unterstützung ablehnen, sondern weil wir unabhängig von politischen Launen sein wollen.
Die Rechnung — ehrlich und vollständig
| Posten | Betrag | Erläuterung |
|---|---|---|
| CAPEX 100-kW-Hub (2036) | 180.000 € | 1.800 €/kW × 100 kW |
| Jahresumsatz Strom (21,5 c€) | 172.000 € | 800.000 kWh × 21,5 c€ |
| Jahresumsatz Wärme (KWK) | 18.000 € | 20 % Nutzung |
| Kraftstoff (108.000 L × 0,30 €) | −32.400 € | Realpreis ohne Subvention |
| OPEX + Versicherung | −8.000 € | 1,5 % CAPEX |
| Abschreibung + AfA | −90.000 € | Linear 2 Jahre effektiv |
| Nettomarge Jahr 1 | 59.600 € | Steigt ab Jahr 4 auf 100.000 €+ |
| Amortisationszeit | ≈ 3 Jahre | Ohne Subvention, ohne Gutschrift |
| Optional: SDE++ BECCS-Bonus | +70.000 €/Jahr | Verkürzt Amortisationszeit auf circa 1 Jahr |
Verstehen Sie den Unterschied. Ohne Subvention amortisiert sich ein Hub in 3 Jahren. Mit SDE++ in 1 Jahr. Beide Zahlen sind solide. Aber die eigentliche Geschichte ist, dass unsere Technologie auf eigenen Füßen steht. Das ist die entscheidende Botschaft an jede Regierung: Sie müssen kein Geld geben — Sie müssen uns nur nicht im Weg stehen.
Warum Aufschub unverantwortlich ist
Das Zeitfenster schließt sich innerhalb von drei bis fünf Jahren. Doosan baut 50 MW SOFC-Kapazität in Korea. Weichai baut eine Fabrik in China. Bloom Energy dominiert die USA. Wenn Europa jetzt nicht handelt, werden alle großflächigen SOFC-Lieferketten innerhalb von fünf Jahren asiatisch oder amerikanisch sein — und Europa sitzt in der gleichen Falle fest wie bei Solarmodulen (China), Batterien (Korea/China) und Chips (Taiwan/USA).
Dies ist keine Warnung. Dies ist eine Wiederholung, auf die wir uns dieses Mal vorbereiten können.
Was wir fordern
Fünf Beschlüsse, die kein Geld kosten und alles verändern
- Genehmigungsbeschleunigung — für BiCRS-Fabriken und SOFC-Hubs innerhalb von 6 Monaten statt 2 bis 3 Jahren.
- Standardisierung Ethanol-Tankstelle — europäische Norm für E100-Umrüstung von Zapfsäulen. Kostet nichts. Funktioniert morgen.
- Politikneutralität — kein EV-Monopol in der Zero-Emission-Klassifizierung. Ethanol-SOFC muss ebenfalls zählen.
- Bildungsmodule — Berufsausbildungen für Ethanol-Betrieb und SOFC-Wartung in 500 Berufsschulen.
- Ausschreibungsvorrang — öffentliche Gebäude, Krankenhäuser, Rechenzentren dürfen Carbon-Alert-Hubs ohne formale Blockade der Technologieneutralität wählen.
Keine dieser Maßnahmen kostet die Staatskasse etwas. Sie räumen lediglich das politische Gestrüpp beiseite, das heute eine gesunde Marktentwicklung blockiert.
Die versteckte Rechnung des aktuellen Pfads
Wer sich für die Batterie-EV- und die Grüne-Wasserstoff-Strategie entscheidet, wählt implizit enorme Externalitäten, die derzeit noch nicht auf dem Preisschild stehen, aber später bezahlt werden müssen.
| Versteckte Kosten | Betrag | Erläuterung |
|---|---|---|
| Lithium-Salzpfannen-Cleanup (Atacama, Bolivien) | 40–75 €/Tonne extrahiert | Wasserverschmutzung, indigene Rechte |
| Kobalt-Bergbau-Cleanup Kongo | 20–50 €/Tonne extrahiert | Kinderarbeit, Minenkatastrophen-Risiko |
| Seltenerd-Cleanup China | 80–120 €/Tonne extrahiert | Radioaktiver Schlamm Bayan Obo |
| Batterie-Recycling bei Massen-EV-Ausphasung | 2.000–5.000 €/Fahrzeug | 40 % Rückgewinnung ist derzeitiges EU-Ziel |
| Wasserstoff-Pipelines Nachrüstung | 15–30 Mrd. € EU | Sprödigkeit, Materialkosten, Leckage |
| Netzausbau für 100 % Elektrifizierung | 500–700 Mrd. € EU | EU-Netz-Investitionsplan 2026–2040 |
Carbon-Alert hat keine dieser Externalitäten. Die Pellets stammen aus forst- und landwirtschaftlichen Restströmen. Das CO₂ wird zurückgeholt (BECCS netto-negativ). Die Infrastruktur steht. Die Arbeitsplätze entstehen in Regionen, in denen die Arbeitslosigkeit am höchsten ist. Und der Preis pro kWh, pro km, pro MWh stimmt — ohne dass der Steuerzahler einspringen muss.
Zum Abschluss — ein persönliches Wort
Ich bin kein Lobbyist und kein Consultant. Ich bin Erfinder, Unternehmer und Verleger. Seit Jahren arbeite ich an der Technik, den Patenten und den Wirtschaftsmodellen, die hier vor Ihnen liegen. Ich bitte nicht um Geld. Ich bitte um Aufmerksamkeit, Raum und Geschwindigkeit.
Es ist naiv zu glauben, dass eine europäische Regierung 2026–2027 noch Zeit für falsche technologische Entscheidungen hat. Es ist ebenso naiv zu glauben, dass der Markt alles von selbst löst — während Bürokratie und politische Vorlieben die Lernkurve verzögern.
Was ich fordere, ist eine faire Chance für eine Technologie, die auf Marktzahlen basiert, nicht auf Subventionen — eine Technologie, die funktioniert, bezahlbar ist, Arbeitsplätze schafft, CO₂ zurückholt und Europa unabhängiger macht.
Beginnen Sie heute. Nicht mit Geld — sondern mit der Bereitschaft, Carbon-Alert Raum zu geben.
In drei Jahren wird der Markt den Gewinner bestimmen. Es liegt an Ihnen zu entscheiden, ob das Europa ist — oder ein anderer Kontinent, der klüger gehandelt hat.
Mit freundlichen Grüßen und in aufrichtiger Erwartung Ihrer Antwort,
Jacobus van Merksteijn
Founder & Lead Engineer · Carbon-Alert Ltd
Palma, Balearen, Spanien · openvizier.org
Das Triptychon — drei Dokumente, eine Botschaft
- 1. Auf dem Bock oder auf dem Gepäckträger — der Leitartikel, die These
- 2. Vision 2036 — Carbon-Alert Energie-Hub — der technische Entwurf
- 3. Offener Brief an die Regierungen Europas (Sie lesen dies gerade)
Quellen
- Nissan Tochigi 70 % SOFC — autoprove.net
- Ceres Power Final Results 2026 — ceres.tech
- Pesquisa FAPESP — IPEN/Nissan/VW — revistapesquisa.fapesp.br
- Lawrence Berkeley HEA-katalysator — escholarship.org
- Bosch stellt SOFC ein — eenewseurope.com
- Stellantis stoppt Wasserstoff — stellantis.com
- Yale e360 — Seltenerd-Cleanup China — e360.yale.edu
- Our Greener Home — Lithium-Bergbau Externalitäten — ourgreenerhome.com

Jacobus van Merksteijn
Malta
Herausgeber von Het Open Vizier. Systemdenker zu Klima, Energie und Demokratie.